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Das mit den Anschlüssen ist das wesentliche Problem der heutigen Bahn.
Bei Umbaumaßnahmen wird immer ein idealer Soll-Fahrplan angesetzt.
Schon bei kleineren Störungen kommt alles ins Trudeln.
Und viele Geschäftsleute wollen nicht zum Hbf, sondern in Vororte oder Gewerbegebiete. Dahin wollen sie aber nicht 40 km mit dem Taxi fahren oder einen Mietwagen nehmen. Sie nutzen den Nahverkehr. Früher gab es den sog. Heckeneilzug, der über Regionale Netze hinweg kleinere Orte erreichte.
Zu dem erwähneten Anschluss in Dortmund wäre z.B. anzuregen, am Ostkopf Dortmund ein Überwerfungsbauwerk für die Strecke nach Münster zu errichten. Dann werden viele Beziehungen entkoppelt.
Auch bei vielen Neubauten hat man mit spitzer Feder gerechnet und meint, keine Überwerfung zu benötigen. (Hildesheimer und Weddeler Kurve).
Ausserdem Fahrplanstabilität geht über Geschwindingkeit und Umsteigefreiheit. z.b. den überlasteten Knoten Köln Hbf könnte man über Deutz entspannen. Den dortigen Turmbahnhof unten 4-gleisig ausbauen und alle Züge, die rechts vom Rhein fahren bleiben da. Wer zum Hbf will muß andere Züge nutzen (bahnsteiggleiches Umsteigen am vorherigen Haltepunkt) oder mit der S-Bahn/Tram fahren. In Frankreich liegen die TGV-Bahnhöfe auch oft ausserhalb.
Der Ice 71 von Kiel nach Zürich hat schon in Hamburg durch Störungen im Nahverkehr zwischen Neumünster und Elmshorn fast immer Verspätung (Überwerfung Elmshorn fehlt s.o.) , die er dann bis Basel nicht wieder los wird. Die SBB hält in Basel immer Ersatzzüge vor, um nach Zürich wieder pünktlich zu sein. Wenn man dem Zug 10 Min Reserve z.B. durch einen planmäßigen langen Halt in Hamburg-Harburg gibt, kann er alle weiteren Ziele pünktlich erreichen, ohne Umsteigebeziehungen zu gefähren. Sinngemäß wäre ein ähnlicher Zwischenstop-Puffer im Raum Frankfurt zu suchen. Ob man von HH nach Fra 4:20 oder 4:30 braucht, ist eigentlich egal. Aber 1 h auf verpasste Anschlüsse zu warten ist viel nerviger. Auch von HH nach HAN sind 10 Minuten mehr Fahrzeit egal, wenn pünktlich. Und in Harburg / Wilhelmsburg und Umgebung wohnen auch 50.000 Einwohner.